|
|
Kontakt: Aikido Viersen |
||
|
|
|
|
||||
|
Rei, die richtige Haltung und Etikette
Wenn ich im Aikido von Rei spreche, meine ich zuerst die äußere Form, die ein ernsthafter Aikidoka einnehmen sollte, um sein Training zu beginnen bzw. auszuführen. Zu dieser Form gehören z. B. gute Umgangsformen. Das Tragen von Schmuck und das Kauen von Kaugummi während des Trainings oder sogar Übellaunigkeit seinem Lehrer und Mitschülern gegenüber sind völlig inakzeptable Dinge und sollten schon mal gar nicht von den älteren Schülern (gemeint sind die Schüler, die schon länger Aikido trainieren) vorgelebt werden, da diese den „Neulingen“ schließlich ein gutes Beispiel geben sollen. Es sind nämlich die schlechten Dinge, die zuerst übernommen werden, da diese immer den einfacheren und bequemeren Weg darstellen aber eigentlich nirgendwo hin führen. Einigen ist dieses „Gehabe“, wie es scheint, schon eine so hohe Belastung, dass man diesen Dingen auch nach wiederholter Aufforderung nicht nachkommt. Aber gerade die Etikette sollte man als erstes beherzigen und verinnerlichen wenn man Fortschritte, nicht nur auf technischer Ebene, machen will. Es ist natürlich möglich, so zu trainieren. Es ist sogar möglich, sich dadurch ein gewisses körperliches Geschick anzueignen. Aber der eigentliche Sinn einer Budo-Kunst ist damit bei weitem verfehlt. Tugenden wie Bescheidenheit, Aufrichtigkeit, Loyalität und Mitgefühl und noch vieles darüber hinaus, das zum menschlichen Zusammenleben dazu gehört, bleibt somit auf der Strecke, und das Einzige, was dadurch gestärkt und genährt wird, ist das eigene Ego. Schüler, die sich so gebärden, sollten sich darüber bewusst sein, dass dieses Verhalten sehr wohl registriert wird. Wer ein ernsthafter Aikidoka werden will, sollte sich über das körperliche Training hinaus auch mit den geistigen Inhalten des Aikido vertraut machen, um so eine integere Persönlichkeit zu werden, die dem Dojo, den darin Übenden und letztendlich auch der Gesellschaft von Nutzen sein kann. Wer dies nicht beherzigt, sollte sich lieber eine andere „Beschäftigung“ suchen, in der man sich vollkommen seinem Egotrip hingeben kann.
Jens
|
|
|
|
|