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Kontakt: Aikido Viersen |
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Was Sturheit mit Aikido zutun hat
Jeden Mittwoch- und Freitagabend um ungefähr 20 Uhr ereignet sich etwas äußerst komisches in Willich. An eben diesen Abenden tönt ein Klatschen durch die kleine Sporthalle der Robert-Schuhmann-Gesamtschule, danach herrscht absolute Stille. Nachdem sich ein Mann in einem dunklen Rock zweimal vor einem Bild eines alten, verschmitzt lächelnden Asiaten verneigt, und ungefähr sieben Leute es ihm nachgemacht haben, beginnen diese rund 8 Leute sich die Arme zu verdrehen, mit Schwertern und Stöcken auf sich einzuschlagen und sich durch die Gegend zu werfen. Und das Allerseltsamste ist, es macht ihnen Spaß...
Ich spreche hier von meiner Lieblingsfreizeitbeschäftigung: Aikido. Jahrelang war ich auf der Suche nach einer Sportart mit einem Schwert. Ich fand sie: das Fechten. Fünf Jahren nachdem ich mit Fechten angefangen hatte, schauten ein Freund und ich uns Aikido an. Ich fand es schon ziemlich interessant, und wollte mich auch schon anmelden, zusammen mit Jan und meinem anderen Freund Thore, als Roland (mein Nachbar) meine Mutter auf Aikido ansprach. Er sagte, das er und ein Freund ein Dojo in Willich aufbauen würden, und ob wir nicht Lust hätten, mal vorbeizuschauen. Gesagt, getan, Johannes, Thore und nun auch Sven zogen auf nach Willich. Sagen wir mal so, ich fand das Training, in einem Wort: umwerfend. Da ich noch nie in meinem Leben Sport betrieben habe, war ich um einiges ungedehnter als die anderen, bzw. ungedehnter als jeder andere Mensch auf diesem Planeten (meine Sehnen in den Beinen betrugen bestimmt eine Länge von ungefähr 2 cm). Außerdem waren da noch die Rollen. Ich glaube, wenn es jemals einen Grund gegeben hätte mit Aikido aufzuhören, dann wegen der Rollen. Ich war doppelt gehandicapt, da Sven schon drei Jahre zuvor Aikido betrieben hatte und Thore Judo gemacht hatte. Außer uns dreien machten noch fünf andere mit, alle schon im fallen geschult. Aber trotzdem habe ich es geschafft und ich glaube hierbei meinen die meisten sie würden scheitern und verlassen dann das Dojo. Aber man braucht Geduld und, das ist glaub ich wichtiger, eine gewisse Sturheit. Aber auch wenn man beides nicht hat, macht Aikido immer noch Spaß. Und nach spätestens 4 Monaten schafft es dann meistens jeder.
Johannes
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