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Es ist nie zu spät ....
Wer
aus meiner Generation hat nicht in seiner Kindheit begeistert die
Fernsehserie "Kung Fu" verfolgt? Danach sprang man mit seinen
Freunden "Huu!" und "Ha!" schreiend wie Kung Fu-Kämpfer durch den
Park. Da aber in der Nähe kein Shaolin Kloster (oder wenigstens ein
Judo-Verein) war, traten bei mir andere Interessen in den
Vordergrund. Auch wenn das Interesse an Kampfkünsten blieb und ich
auch viel dazu gelesen habe, blieb nie genug Zeit dafür damit
anzufangen.
So gingen die Jahre ins Land und ich machte mein Abi, studierte,
machte ein Ausbildung, bekam meine erste Stelle, wurde zweifacher
Vater ....
Das Leben bestand plötzlich(?) nur noch aus Arbeit und Familie.
Leider fiel mir das Abschalten nach der Arbeit sehr schwer und die
fehlende Bewegung machte mir auch zu schaffen. Was tun? Jahre lang
schleppt ich dann den Vorsatz vor mit her, einen Sport anzufangen.
Die Vorstellung jedoch als schlapper, untrainierter Übergewichtiger
bei Sportskanonen im Badmington, Volleyball oder Handball anzufangen
bremsten mich doch sehr aus. Erst als meine Frau mich zwangsweise in
einem "Gymnasikkurs für Untrainierte" anmelden wollte, fasste ich
mir ein Herz. Im Internet stand viel über Aikido. Auch, daß man
nicht besonders jung, sportlich oder trainiert dafür sein muß. Also
besorgte ich mir ein Buch über die Gepflogenheiten bei Aikido und
suchte mir im Internet einen Dojo aus.
Und so stand ich dann Anfang des Jahres als 37jähriger Anfänger im
Trainingsanzug in einer
Willicher Sporthalle und harrte der Dinge die da kommen sollten. Und
es hat sich gelohnt! Rührend wurde sich um mich gekümmert und schon
nach kurzer Zeit fühlte ich mich dazugehörend.
Zwei Mal die Woche komme ich in den Dojo, kann meinen Arbeitsstress
an der Tür ablegen, mit Freunden üben, die Erfahreneren bewundern
und mich einfach nur wohlfühlen!
Peter
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