Kostenlose Aikidō Probewoche buchen! | Kontaktiere uns

Ernährung für Kampfkünstler: Was Du vor, nach und zwischen dem Training essen solltest – Teil 2/3

Als Kampfkünstler oder Kampfkünstlerin weißt du: Training und Ernährung gehören einfach zusammen. Was du vor, während und nach dem Training isst und trinkst, beeinflusst deine Leistung und Regeneration enorm.

In diesem Beitrag schauen wir uns an, wie du dich am besten für die nächste Einheit rüstest, welche Snacks dich beim Training unterstützen und wie du danach optimal regenerierst. Außerdem behandeln wir, wie Schlaf und Nahrung dein Immunsystem stärken können, wie du Verletzungen mit der richtigen Ernährung vorbeugst – und wir geben spezielle Tipps für Kinder und Jugendliche im Aikidō.

Ernährung vor dem Training

Das richtige Timing: Versuche, etwa 2–3 Stunden vor dem Training eine ausgewogene Mahlzeit zu essen. Diese sollte vor allem komplexe Kohlenhydrate und etwas Eiweiß enthalten – z. B. Vollkornreis mit Hähnchen oder eine Gemüsepfanne mit Tofu. Kohlenhydrate aus Vollkornbrot, Haferflocken, Kartoffeln und Gemüse liefern dir gleichmäßige Energie und beugen vorzeitiger Erschöpfung vor. Eiweiß aus „Fleisch“, Fisch, Hülsenfrüchten und Milchprodukten unterstützt deine Muskeln dabei, sich nach dem Training zu regenerieren und zu wachsen.

Vermeide zu fettreiche oder sehr ballaststoffreiche Speisen kurz vor dem Training – fettige Burger oder ein großer Salat mit Hülsenfrüchten könnten im Magen liegen bleiben und dich bremsen.

Kleine Snacks: Wenn du nur wenig Zeit hast (z. B. Training direkt nach der Schule oder Arbeit), wähle einen kleinen Snack 30–60 Minuten vor dem Training. Ideal sind leicht verdauliche, kohlenhydratreiche Snacks, die dich nicht satt, aber energiegeladen machen. Gute Optionen sind etwa eine Banane oder ein paar Haferflockenkekse, ein Vollkorntoast mit Hummus, Joghurt mit Honig oder ein kleiner Müsliriegel. Diese kleinen Kohlenhydrat-„Booster“ heben deinen Blutzuckerspiegel moderat an und sind dabei besonders leicht bekömmlich.

  • Vor dem Training essen: 2–3 Stunden vorher eine vollwertige Mahlzeit mit Kohlenhydraten und Eiweiß (z. B. Reis mit Gemüse und Hähnchen).
  • Snack kurz vor dem Training: Etwa 30–60 Minuten vor dem Training einen kleinen Kohlenhydrat-Snack (Banane, Vollkorntoast, Joghurt mit Haferflocken usw.).

Ernährung während des Trainings

Während eines einfachen Aikidō-Trainings (ca. 1–2 Stunden) brauchst du in der Regel weder Trinken noch Essen – dafür hast du bereits vorher ausreichend gesorgt.

Wenn dein Training jedoch sehr lange, extrem schweißtreibend oder im Sommer bei großer Hitze stattfindet, solltest du zwischendurch klares Wasser zu dir nehmen. Isotonische Getränke oder süße Saftlimonaden führen in der Regel nur zu leeren Kalorien. Sie bieten wenig bis gar keinen Nutzen.

Ernährung nach dem Training

Nach etwa 30 bis 60 Minuten solltest du deinen Körper mit frischen Nährstoffen versorgen. In dieser Erholungsphase füllt der Körper die aufgebrauchten Glykogenspeicher in deinen Muskeln wieder auf und repariert kleine Muskelschäden. Ziel ist eine Mischung aus Kohlenhydraten und Eiweiß im Verhältnis etwa 3–4:1. Praktisch bedeutet das: Eine Mahlzeit oder ein Snack, der beides liefert.

Beispiel: Vollkornnudeln oder -reis mit Hühnchen/Fisch und Gemüse; ein Smoothie aus Milch (oder Pflanzendrink), Joghurt, Banane und Beeren; ein Käse-Omelett mit Vollkornbrot; Chili con Carne (oder Chili sin Carne, eine vegane oder vegetarische Variante des klassischen Chili con Carne) mit Reis oder ein Eintopf mit Kartoffeln und Hülsenfrüchten.

Wenn nach dem Training noch etwas Zeit bis zum Abendessen ist, reichen oft auch ein griechischer Joghurt mit Obst oder ein Vollkornbrot mit Putenbrust. Das Wichtigste ist, deinem Körper schnell wieder Kohlenhydrate und Protein zu geben, bevor du müde wirst.

  • Kurz nach dem Training: Nach etwa 30 bis 60 Minuten eine kohlenhydrat- und eiweißhaltige Mahlzeit zu sich nehmen (z. B. Reis oder Nudeln mit Fleisch/Fisch und Gemüse).
  • Snack-Optionen: Griechischer Joghurt mit Früchten oder Nüssen, Vollkornbrot mit Käse oder eine Protein-Smoothie (Milch/Joghurt mit Banane und Haferflocken) sind praktisch.

Regeneration, Schlaf & Immunsystem

Dein Aikidō-Training ist nur so effektiv wie deine Erholung. Guter Schlaf ist hierbei Gold wert: Während du schläfst (vor allem im Tiefschlaf) repariert dein Körper Gewebe, schüttet Wachstumshormone aus und stärkt dein Immunsystem. Experten empfehlen 8–10 Stunden Schlaf für Jugendliche und Erwachsene, damit Muskeln und Gehirn optimal regenerieren. Wer chronisch zu wenig schläft, wird anfälliger für Verletzungen und Infekte. Achte also auf feste Schlafenszeiten, ein dunkles, kühles Zimmer und Ruhe vor dem Ins-Bett-Gehen – so kurbelst du deine Erholung optimal an.

Auch die richtige Ernährung für die Abwehrkräfte hilft beim fit bleiben: Damit meinen wir beispielsweise auf gar keinen Fall das marketing-umworbene „Actimel“. Iss lieber viel buntes Gemüse und Obst (Vitamin C, E und andere Antioxidantien), Vollkornprodukte und Nüsse. Vitamin C (Zitrusfrüchte, Beeren, Paprika) ist wichtig für die Immunzellen und fördert die Kollagenbildung in Sehnen und Haut. Vitamin D (Sonnenlicht, Pilze, fetter Fisch) und Kalzium (Milchprodukte, grünes Blattgemüse) stärken Knochen und Zähne. Mineralstoffe wie Zink und Eisen (Fleisch, Hülsenfrüchte, Kerne) unterstützen das Blutbild und die Wundheilung.

  • Ausreichend Schlaf: 8–10 Stunden pro Nacht (Jugendliche benötigen oft eher 9–11 Stunden).
  • Immunsystem-Booster: Setze auf antioxidantienreiche Lebensmittel – rote Beeren, grünes Gemüse, Nüsse und Gewürze wie Kurkuma wirken entzündungshemmend.
  • Proteine & Omega-3: Eiweißreiche Kost (Fleisch, Fisch, Bohnen) und Omega-3-Fettsäuren (Lachs, Walnüsse, Leinöl) fördern den Zellschutz und bauen Muskelentzündungen schneller ab.

Verletzungsprophylaxe durch Ernährung

Durch die richtige Ernährung kannst du Verletzungen vorbeugen und Heilungsprozesse unterstützen. Das beginnt mit ausreichend Kalorien: Wenn du viel trainierst, braucht dein Körper mehr Energie – eine anhaltende Unterversorgung erhöht das Risiko von Ermüdungsbrüchen oder Überlastungsproblemen. Iss also genug, um deine intensive Belastung zu decken.

Wichtige Nährstoffe für starke Muskeln, Gelenke und Knochen sind:

  • Protein und Aminosäuren: Baustoffe für Muskeln, Sehnen und Bänder. Wer genug Protein zu sich nimmt (z. B. Fisch, Eier, Quark oder Hülsenfrüchte), hilft seinem Körper, nach kleinen Zerrungen oder Rissen schneller zu reparieren.
  • Kalzium & Vitamin D: Stärken das Knochengerüst (Milchprodukte, grünes Gemüse, Sonne) und reduzieren das Risiko von Knochenverletzungen. Gerade Kinder und Jugendliche bauen etwa 90 % ihrer Knochenmasse während des Wachstums auf.
  • Antioxidantien & Vitamin C: Schutzstoffe aus Früchten und Gemüse, die Gewebe vor schädlichen Radikalen schützen. Vitamin C (in Zitrus, Paprika, Beeren) ist zudem wichtig für die Kollagenbildung – das Eiweiß für gesunde Sehnen und Bänder.
  • Omega-3-Fettsäuren: Vor allem in fettem Fisch (Lachs, Hering) oder Leinöl enthalten, wirken entzündungshemmend. Sie können helfen, nach harten Einheiten Schwellungen und Schmerzen zu mildern.
  • Zink & Magnesium: Spurenelemente für die Regeneration: Zink (z. B. in Nüssen) fördert Wundheilung, Magnesium (in Vollkorn, Nüssen, Bananen) beugt Muskelkrämpfen vor.

Auch Alkohol und übermäßiger Koffeinkonsum sind kontraproduktiv – sie stören den Schlaf und die Regeneration. Eine abwechslungsreiche, natürliche Ernährung ist das beste „Schutzschild“, um langfristig fit zu bleiben und Verletzungen zu reduzieren.

  • Regelmäßig essen: Verzichte auf Crash-Diäten, vor allem im Aufbau- und Wettkampftraining. Dauernd zu wenig essen schwächt Knochen und Muskeln und kann Verletzungen begünstigen.
  • Kollagen-Quelle: Gelatine oder Knochenbrühe liefern Bausteine für Gelenke und Knorpel – eine Suppe oder ein Smoothie mit Gelatine kann die Bänder stärken.
  • Salz und Mineralien: Achte auf ausgewogene Zufuhr von Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium (z.B. über Gemüse, Bananen, Milchprodukte), um Krämpfen und Muskelzerrungen vorzubeugen.

Kinder und Jugendliche im Aikidō

Für junge Kampfkünstler und Kampfkünstlerinnen gelten im Prinzip die gleichen Regeln – nur dass Wachstum und Unterricht noch zusätzlich Energie kosten. Kinder und Jugendliche haben oft besonders hohen Nährstoffbedarf: Sie brauchen jede Menge gute Kalorien, Proteine, Vitamine und Mineralien, um mit dem Training und dem körperlichen Wachstum Schritt zu halten.

  • Kalorien & Makronährstoffe: Achte darauf, dass dein Kind generell genug isst. Gerade in Wachstumsphasen kann ein zu striktes Essen zu Energiemangel führen. Eine ausgewogene Tagesration enthält komplexe Kohlenhydrate (Vollkornprodukte, Kartoffeln, Obst), gute Eiweißquellen (Milchprodukte, Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte) und gesunde Fette (Nüsse, Avocado, Olivenöl). Diese Mischung gibt langfristig Energie für Schule und Training.
  • Calcium und Vitamin D: Diese Mikronährstoffe sind für wachsende Knochen entscheidend. Milch, Joghurt, Käse oder kalziumreiches Gemüse (Brokkoli, Spinat) decken den Bedarf. Vitamin D tankt man durch Sonnenlicht oder Lebensmittel wie fetten Fisch und Pilze.
  • Eisen: Wichtig für Ausdauer und Konzentration. Z. B. Fleisch, Linsen, dunkles Blattgemüse. Eisenmangel kann Müdigkeit und Leistungseinbrüche verursachen.
  • Vitamine & Antioxidantien: Buntes Obst und Gemüse täglich – so bekommt der junge Körper genug Vitamin C (Immunschutz) und Beta-Carotin/Vitamin E (Zellschutz). Wer viel schwitzt, kann auch Vitamin C extra gut gebrauchen (z.B. ein Glas frisch gepresster Orangensaft).
  • Regelmäßige Mahlzeiten: Plane feste Zeiten ein. Eine solide Mahlzeit nach der Schule (am Nachmittag) versorgt das Kind für das Training am Abend. Wenn dafür keine Zeit ist, dann leichte Snacks (z.B. Banane, Joghurtdrink, Vollkornbrot mit Käse) statt Süßigkeiten. Letzteres schmeckt zwar gut, bringt jedoch keinen Mehrwert.
  • Hydratation: Kinder dürfen nicht vergessen zu trinken! Eine wiederbefüllbare Wasserflasche in der Sporttasche ist ein Muss. Einfaches Wasser ist am besten – ein paar Schlucke schon vor dem Training und Pausen zum Nachfüllen verhindern Kreislaufprobleme.
  • Schlaf: Jugendliche brauchen mehr Schlaf als Erwachsene – ideal sind 9–10 Stunden pro Nacht. Ein fester Schlafrhythmus (täglich zur gleichen Zeit ins Bett gehen) hilft, müde Muskeln optimal zu regenerieren.

Hilfreich ist

Erkläre deinem Kind spielerisch, warum gutes Essen zählt. Routine hilft – gemeinsam einen Lieblingssnack nach dem Training aussuchen und eine Lunchbox selbst vorzubereiten kann Motivation sein das Richtige zu tun. Und denk daran: Ein gelegentliches „Leckerli“ (z. B. ein paar Kekse oder Schokolade nach einer harten Einheit) ist völlig okay – Hauptsache, es überwiegt nicht das täglich Gesunde.

Fazit

Ob alt oder jung, das Prinzip bleibt: Mit der richtigen „Tankfüllung“ vor dem Training steigst du energiegeladen auf die Matte, mit adäquatem „Nachschub“ nach dem Training beschleunigst du die Regeneration. Ausreichender Schlaf und nährstoffreiche Kost schützen dich zusätzlich vor Krankheit und Verletzung. So kannst du als Kampfkünstler oder Kampfkünstlerin immer dein Bestes geben – im Dōjō und im Leben!

In Teil 3 erfährst du die „10 goldenen Ernährungsregeln“.

Ernährung für Kampfkünstler: Was Du vor, nach und zwischen dem Training essen solltest – Teil 2/3

Als Kampfkünstler oder Kampfkünstlerin weißt du: Training und Ernährung gehören einfach zusammen. Was du vor, während und nach dem Training isst und trinkst, beeinflusst deine Leistung und Regeneration enorm.

In diesem Beitrag schauen wir uns an, wie du dich am besten für die nächste Einheit rüstest, welche Snacks dich beim Training unterstützen und wie du danach optimal regenerierst. Außerdem behandeln wir, wie Schlaf und Nahrung dein Immunsystem stärken können, wie du Verletzungen mit der richtigen Ernährung vorbeugst – und wir geben spezielle Tipps für Kinder und Jugendliche im Aikidō.

Ernährung vor dem Training

Das richtige Timing: Versuche, etwa 2–3 Stunden vor dem Training eine ausgewogene Mahlzeit zu essen. Diese sollte vor allem komplexe Kohlenhydrate und etwas Eiweiß enthalten – z. B. Vollkornreis mit Hähnchen oder eine Gemüsepfanne mit Tofu. Kohlenhydrate aus Vollkornbrot, Haferflocken, Kartoffeln und Gemüse liefern dir gleichmäßige Energie und beugen vorzeitiger Erschöpfung vor. Eiweiß aus „Fleisch“, Fisch, Hülsenfrüchten und Milchprodukten unterstützt deine Muskeln dabei, sich nach dem Training zu regenerieren und zu wachsen.

Vermeide zu fettreiche oder sehr ballaststoffreiche Speisen kurz vor dem Training – fettige Burger oder ein großer Salat mit Hülsenfrüchten könnten im Magen liegen bleiben und dich bremsen.

Kleine Snacks: Wenn du nur wenig Zeit hast (z. B. Training direkt nach der Schule oder Arbeit), wähle einen kleinen Snack 30–60 Minuten vor dem Training. Ideal sind leicht verdauliche, kohlenhydratreiche Snacks, die dich nicht satt, aber energiegeladen machen. Gute Optionen sind etwa eine Banane oder ein paar Haferflockenkekse, ein Vollkorntoast mit Hummus, Joghurt mit Honig oder ein kleiner Müsliriegel. Diese kleinen Kohlenhydrat-„Booster“ heben deinen Blutzuckerspiegel moderat an und sind dabei besonders leicht bekömmlich.

  • Vor dem Training essen: 2–3 Stunden vorher eine vollwertige Mahlzeit mit Kohlenhydraten und Eiweiß (z. B. Reis mit Gemüse und Hähnchen).
  • Snack kurz vor dem Training: Etwa 30–60 Minuten vor dem Training einen kleinen Kohlenhydrat-Snack (Banane, Vollkorntoast, Joghurt mit Haferflocken usw.).

Ernährung während des Trainings

Während eines einfachen Aikidō-Trainings (ca. 1–2 Stunden) brauchst du in der Regel weder Trinken noch Essen – dafür hast du bereits vorher ausreichend gesorgt.

Wenn dein Training jedoch sehr lange, extrem schweißtreibend oder im Sommer bei großer Hitze stattfindet, solltest du zwischendurch klares Wasser zu dir nehmen. Isotonische Getränke oder süße Saftlimonaden führen in der Regel nur zu leeren Kalorien. Sie bieten wenig bis gar keinen Nutzen.

Ernährung nach dem Training

Nach etwa 30 bis 60 Minuten solltest du deinen Körper mit frischen Nährstoffen versorgen. In dieser Erholungsphase füllt der Körper die aufgebrauchten Glykogenspeicher in deinen Muskeln wieder auf und repariert kleine Muskelschäden. Ziel ist eine Mischung aus Kohlenhydraten und Eiweiß im Verhältnis etwa 3–4:1. Praktisch bedeutet das: Eine Mahlzeit oder ein Snack, der beides liefert.

Beispiel: Vollkornnudeln oder -reis mit Hühnchen/Fisch und Gemüse; ein Smoothie aus Milch (oder Pflanzendrink), Joghurt, Banane und Beeren; ein Käse-Omelett mit Vollkornbrot; Chili con Carne (oder Chili sin Carne, eine vegane oder vegetarische Variante des klassischen Chili con Carne) mit Reis oder ein Eintopf mit Kartoffeln und Hülsenfrüchten.

Wenn nach dem Training noch etwas Zeit bis zum Abendessen ist, reichen oft auch ein griechischer Joghurt mit Obst oder ein Vollkornbrot mit Putenbrust. Das Wichtigste ist, deinem Körper schnell wieder Kohlenhydrate und Protein zu geben, bevor du müde wirst.

  • Kurz nach dem Training: Nach etwa 30 bis 60 Minuten eine kohlenhydrat- und eiweißhaltige Mahlzeit zu sich nehmen (z. B. Reis oder Nudeln mit Fleisch/Fisch und Gemüse).
  • Snack-Optionen: Griechischer Joghurt mit Früchten oder Nüssen, Vollkornbrot mit Käse oder eine Protein-Smoothie (Milch/Joghurt mit Banane und Haferflocken) sind praktisch.

Regeneration, Schlaf & Immunsystem

Dein Aikidō-Training ist nur so effektiv wie deine Erholung. Guter Schlaf ist hierbei Gold wert: Während du schläfst (vor allem im Tiefschlaf) repariert dein Körper Gewebe, schüttet Wachstumshormone aus und stärkt dein Immunsystem. Experten empfehlen 8–10 Stunden Schlaf für Jugendliche und Erwachsene, damit Muskeln und Gehirn optimal regenerieren. Wer chronisch zu wenig schläft, wird anfälliger für Verletzungen und Infekte. Achte also auf feste Schlafenszeiten, ein dunkles, kühles Zimmer und Ruhe vor dem Ins-Bett-Gehen – so kurbelst du deine Erholung optimal an.

Auch die richtige Ernährung für die Abwehrkräfte hilft beim fit bleiben: Damit meinen wir beispielsweise auf gar keinen Fall das marketing-umworbene „Actimel“. Iss lieber viel buntes Gemüse und Obst (Vitamin C, E und andere Antioxidantien), Vollkornprodukte und Nüsse. Vitamin C (Zitrusfrüchte, Beeren, Paprika) ist wichtig für die Immunzellen und fördert die Kollagenbildung in Sehnen und Haut. Vitamin D (Sonnenlicht, Pilze, fetter Fisch) und Kalzium (Milchprodukte, grünes Blattgemüse) stärken Knochen und Zähne. Mineralstoffe wie Zink und Eisen (Fleisch, Hülsenfrüchte, Kerne) unterstützen das Blutbild und die Wundheilung.

  • Ausreichend Schlaf: 8–10 Stunden pro Nacht (Jugendliche benötigen oft eher 9–11 Stunden).
  • Immunsystem-Booster: Setze auf antioxidantienreiche Lebensmittel – rote Beeren, grünes Gemüse, Nüsse und Gewürze wie Kurkuma wirken entzündungshemmend.
  • Proteine & Omega-3: Eiweißreiche Kost (Fleisch, Fisch, Bohnen) und Omega-3-Fettsäuren (Lachs, Walnüsse, Leinöl) fördern den Zellschutz und bauen Muskelentzündungen schneller ab.

Verletzungsprophylaxe durch Ernährung

Durch die richtige Ernährung kannst du Verletzungen vorbeugen und Heilungsprozesse unterstützen. Das beginnt mit ausreichend Kalorien: Wenn du viel trainierst, braucht dein Körper mehr Energie – eine anhaltende Unterversorgung erhöht das Risiko von Ermüdungsbrüchen oder Überlastungsproblemen. Iss also genug, um deine intensive Belastung zu decken.

Wichtige Nährstoffe für starke Muskeln, Gelenke und Knochen sind:

  • Protein und Aminosäuren: Baustoffe für Muskeln, Sehnen und Bänder. Wer genug Protein zu sich nimmt (z. B. Fisch, Eier, Quark oder Hülsenfrüchte), hilft seinem Körper, nach kleinen Zerrungen oder Rissen schneller zu reparieren.
  • Kalzium & Vitamin D: Stärken das Knochengerüst (Milchprodukte, grünes Gemüse, Sonne) und reduzieren das Risiko von Knochenverletzungen. Gerade Kinder und Jugendliche bauen etwa 90 % ihrer Knochenmasse während des Wachstums auf.
  • Antioxidantien & Vitamin C: Schutzstoffe aus Früchten und Gemüse, die Gewebe vor schädlichen Radikalen schützen. Vitamin C (in Zitrus, Paprika, Beeren) ist zudem wichtig für die Kollagenbildung – das Eiweiß für gesunde Sehnen und Bänder.
  • Omega-3-Fettsäuren: Vor allem in fettem Fisch (Lachs, Hering) oder Leinöl enthalten, wirken entzündungshemmend. Sie können helfen, nach harten Einheiten Schwellungen und Schmerzen zu mildern.
  • Zink & Magnesium: Spurenelemente für die Regeneration: Zink (z. B. in Nüssen) fördert Wundheilung, Magnesium (in Vollkorn, Nüssen, Bananen) beugt Muskelkrämpfen vor.

Auch Alkohol und übermäßiger Koffeinkonsum sind kontraproduktiv – sie stören den Schlaf und die Regeneration. Eine abwechslungsreiche, natürliche Ernährung ist das beste „Schutzschild“, um langfristig fit zu bleiben und Verletzungen zu reduzieren.

  • Regelmäßig essen: Verzichte auf Crash-Diäten, vor allem im Aufbau- und Wettkampftraining. Dauernd zu wenig essen schwächt Knochen und Muskeln und kann Verletzungen begünstigen.
  • Kollagen-Quelle: Gelatine oder Knochenbrühe liefern Bausteine für Gelenke und Knorpel – eine Suppe oder ein Smoothie mit Gelatine kann die Bänder stärken.
  • Salz und Mineralien: Achte auf ausgewogene Zufuhr von Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium (z.B. über Gemüse, Bananen, Milchprodukte), um Krämpfen und Muskelzerrungen vorzubeugen.

Kinder und Jugendliche im Aikidō

Für junge Kampfkünstler und Kampfkünstlerinnen gelten im Prinzip die gleichen Regeln – nur dass Wachstum und Unterricht noch zusätzlich Energie kosten. Kinder und Jugendliche haben oft besonders hohen Nährstoffbedarf: Sie brauchen jede Menge gute Kalorien, Proteine, Vitamine und Mineralien, um mit dem Training und dem körperlichen Wachstum Schritt zu halten.

  • Kalorien & Makronährstoffe: Achte darauf, dass dein Kind generell genug isst. Gerade in Wachstumsphasen kann ein zu striktes Essen zu Energiemangel führen. Eine ausgewogene Tagesration enthält komplexe Kohlenhydrate (Vollkornprodukte, Kartoffeln, Obst), gute Eiweißquellen (Milchprodukte, Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte) und gesunde Fette (Nüsse, Avocado, Olivenöl). Diese Mischung gibt langfristig Energie für Schule und Training.
  • Calcium und Vitamin D: Diese Mikronährstoffe sind für wachsende Knochen entscheidend. Milch, Joghurt, Käse oder kalziumreiches Gemüse (Brokkoli, Spinat) decken den Bedarf. Vitamin D tankt man durch Sonnenlicht oder Lebensmittel wie fetten Fisch und Pilze.
  • Eisen: Wichtig für Ausdauer und Konzentration. Z. B. Fleisch, Linsen, dunkles Blattgemüse. Eisenmangel kann Müdigkeit und Leistungseinbrüche verursachen.
  • Vitamine & Antioxidantien: Buntes Obst und Gemüse täglich – so bekommt der junge Körper genug Vitamin C (Immunschutz) und Beta-Carotin/Vitamin E (Zellschutz). Wer viel schwitzt, kann auch Vitamin C extra gut gebrauchen (z.B. ein Glas frisch gepresster Orangensaft).
  • Regelmäßige Mahlzeiten: Plane feste Zeiten ein. Eine solide Mahlzeit nach der Schule (am Nachmittag) versorgt das Kind für das Training am Abend. Wenn dafür keine Zeit ist, dann leichte Snacks (z.B. Banane, Joghurtdrink, Vollkornbrot mit Käse) statt Süßigkeiten. Letzteres schmeckt zwar gut, bringt jedoch keinen Mehrwert.
  • Hydratation: Kinder dürfen nicht vergessen zu trinken! Eine wiederbefüllbare Wasserflasche in der Sporttasche ist ein Muss. Einfaches Wasser ist am besten – ein paar Schlucke schon vor dem Training und Pausen zum Nachfüllen verhindern Kreislaufprobleme.
  • Schlaf: Jugendliche brauchen mehr Schlaf als Erwachsene – ideal sind 9–10 Stunden pro Nacht. Ein fester Schlafrhythmus (täglich zur gleichen Zeit ins Bett gehen) hilft, müde Muskeln optimal zu regenerieren.

Hilfreich ist

Erkläre deinem Kind spielerisch, warum gutes Essen zählt. Routine hilft – gemeinsam einen Lieblingssnack nach dem Training aussuchen und eine Lunchbox selbst vorzubereiten kann Motivation sein das Richtige zu tun. Und denk daran: Ein gelegentliches „Leckerli“ (z. B. ein paar Kekse oder Schokolade nach einer harten Einheit) ist völlig okay – Hauptsache, es überwiegt nicht das täglich Gesunde.

Fazit

Ob alt oder jung, das Prinzip bleibt: Mit der richtigen „Tankfüllung“ vor dem Training steigst du energiegeladen auf die Matte, mit adäquatem „Nachschub“ nach dem Training beschleunigst du die Regeneration. Ausreichender Schlaf und nährstoffreiche Kost schützen dich zusätzlich vor Krankheit und Verletzung. So kannst du als Kampfkünstler oder Kampfkünstlerin immer dein Bestes geben – im Dōjō und im Leben!

In Teil 3 erfährst du die „10 goldenen Ernährungsregeln“.